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Einhäusig / Zweihäusig

Was bedeuten Einhäusigkeit bzw. Zweihäusigkeit?

Unter den Begriffen einhäusig bzw. zweihäusig versteht man die Unterscheidung der Art des Geschlechts einer Pflanze.

Es gibt Arten von Pflanzen, die sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf ein und derselben Pflanze tragen, andere wiederum vereinen männliche und weibliche Geschlechtsattribute nicht nur auf einer Pflanze, sondern in jeder einzelnen Blüte, wie bei Äpfeln und Birnen oder Kirschen. Andere Pflanzenarten wiederum trennen sich klar auf in weibliche Bäume und männliche. Dazu gehören z.B. Kiwis oder Ginkgo.
Hinzu kommen diverse Mischformen, die weiter unten aufgeführt und erklärt sind.

Dieses Wissen ist vor allem im Obstbau wichtig, denn ansonsten erhält man unter gewissen Umsänden keine Frucht. Insbesondere, wenn Pflanzen beide Geschlechter in sich vereinen sind sie darum nicht unbedingt immer auch gleich selbstfruchtend. Viele lassen sich durch die Pollen der eigenen Pflanze nicht befruchten und benötigen dennoch einen anderen Baum der selben Art. Darum gibt es auch Listen für Befruchtersorten, insbesondere beim Kernobst, bei denen man ersehen kann,welche Sorten sich gegenseitig gut befruchten.

Einhäusigkeit (Monözie)


Beide Geschlechter, sowohl männlich, als auch weiblich finden sich auf einer Pflanze einer Art.

  • Einhäusig getrennt-geschlechtlich

    bedeutet, dass die Pflanze zwar zugleich beide Blüten, sowohl männliche wie auch weibliche Blüten, auf einer Pflanze trägt, etwa wie Walnüsse, Birken oder Haselnüsse, oder die meisten Koniferen, aber dass die Geschlechter auf zwei Organe verteilt sind, die weiblichen Blüten und die männlichen Pollenspender. Die Blüten sind also immer rein männlich (Birken oder Haselnusskätzchen) oder rein weiblich; beide aber sind auf der selben Pflanze zu finden.

  • Einhäusig nicht-getrennt-geschlechtlich

    nichtgetrenntgeschlechtliche Pflanzen sind solche, bei denen beide Geschlechter in nur einer Blüte zusammengefasst sind, und natürlich auf ein und demselben Baum sitzen. Eine solche Blüte besitzt also zugleich männliche Pollen und auch weibliche Stempel. Beispiele dafür sind u.a. Kirschen, Äpfel, Rosen, etc. Die meisten Pflanzen sind einhäusig nichtgetrenntgeschlechtlich. Sie brauchen aber dennoch nicht selten eine andere Pflanze gleicher Art, da der eigene Pollen auf den eigenen Blüten nicht unbedingt fruchtet.
    Viele Obstsorten brauchen daher einen Befruchter. - siehe auch: Befruchtertabelle für Kernobst

Zweihäusigkeit (Diözie)


Zweihäusige Pflanzen sind immer entweder ganz männlich, oder ganz weiblich, so wie Kiwis oder Sanddorn. Das bedeutet, ein Baum ist entweder nur männlich und trägt immer nur rein männliche Blüten, oder er ist weiblich, und trägt darum ausschließlich weibliche Blüten. Bei solchen Pflanzen braucht man immer mindestens von jedem Geschlecht eine, um Früchte zu erhalten. Besitzt man mehrere, wie z.B. eine Sanddornplantage, so genügt eine männliche Pflanze für jeweils eine bestimmte Fläche von der Größe, die er abdecken kann. Ist die Fläche noch größer, benötigt man mehrere.

Mischformen der Geschlechter bei Pflanzen


Es gibt Pflanzenarten, bei denen Einhäusigkeit und Zweihäusigkeit auftreten kann, wobei ein Individuum dann entweder das eine oder das andere ist. So ist die Gemeine Europäische Eibe (Taxus baccata) zumeist zweihäusig (diözisch). Das bedeutet, dass die männlichen und weiblichen Blüten im Normalfall nur auf verschiedenen Bäumen vorkommen. Es kommen aber eben auch einhäusige (monözische) Eiben vor, bei denen sich beide Geschlechter in Form männlicher und weiblicher Blüten an einem Baum befinden.

Darüber hinaus gibt es Formen, bei denen männliche, weibliche und zwittrige Blüten in verschiedenen Konstellationen auftreten können:

Andromonözie

Hier finden sich männliche und zwittrige Blüten auf einer Pflanze, so z. B. beim Bergahorn (Acer pseudoplatanus).

Gynomonözie

Diese Pflanzen bringen sowohl weibliche als auch zwittrige Blüten auf einer Pflanze hervor.

Trimonözie

Hier kommen sowohl weibliche und männliche als auch zwittrige Blüten auf einer Pflanze vor, z.B. bei der Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum).

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