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Spindelbusch

Was ist ein Spindelbusch?

Spindelbüsche tragen reich und gute Qualität. Sie sind leicht zu beernten und zu schneiden
Spindelbüsche tragen reich und gute Qualität. Sie sind leicht zu beernten und zu schneiden

Warum schneidet man Obst zu Spindelbüschen?

Der Spindelbusch ist eine besondere Schnittform des Obstes. Vornehmlich wird diese Schnittform bei Äpfel oder Birnen angewandt.

Der Grund für die Anzucht eines Spindelbusches liegt in der besseren Handhabbarkeit. Man kann einen Spindelbusch besser beernten und besser schneiden, als beispielsweise einen Baum. Zudem trägt die Spindel in der Regel auch bessere, größere und schönere Früchte, da der Saftstrom der Pflanze weniger Früchte versorgen muss, als z.B. bei einem großen Apfelbaum in einer Obstwiese. Jeder kennt dort die kleinen, sauren Früchte. Das Obst der Spindel soll dick, süß und saftig werden, leicht zu ernten sein und im Frühling ohne Leiter zu schneiden.

Die Sorte ist für Spindelbüsche weniger wichtig, entscheidender ist die Unterlage
Die Sorte ist für Spindelbüsche weniger wichtig, entscheidender ist die Unterlage

Seine Eigenheit ist, dass er als gerade mal mannshohes und eher buschartiges Bäumchen gezogen wird. Er wird in erster Linie für die Obstgewinnung gehalten. Idealer weise sollte der Spindelbusch daher eine runde Säulenform (Spindel) haben, die bequemes Schneiden und Pflücken von allen Seiten ermöglicht. Aber auch bauchige oder etwas höhere Exemplare gehen natürlich noch als Spindelbusch durch, schließlich sind wir ja nicht im Erwerbsobstbau.

Beim Kauf von jungen Apfel- oder Birnen-Bäumen handelt sich meist um junge, i.d.R. einjährige oder zweijährge Veredelungen, mit noch sehr kleiner Krone (zwei, drei Ästchen), die nicht viel kosten. Aber nicht das Alter, sondern die Schnittform ist entscheidend, denn wie der Name sagt, wird der Baum rund wie eine Spindel gezogen. Und so werden auch ältere Exemplare als Spindelbusch bezeichnet. Spindelbüsche sind im Gegensatz zum Hochstamm oder Baum bis weit unten beastet, haben aber einen "Fuß". Sie messen vom Boden bis zum Kronenansatz 40 bis 60 cm, an denen keine Äste sind.

Wie formt man einen Spindelbusch?

Achten Sie beim Formen auf die Fruchtwaage des Spindelbusch
Achten Sie beim Formen auf die Fruchtwaage des Spindelbusch

Nach dem Kauf stellen sich nun die Weichen, ob es ein Busch, eine Spindel oder ein Baum wird. Wichtig ist beim Kauf auf die Unterlage zu achten, denn sie ist entscheidend für das Wachstum. Ein Apfel auf Sämling oder anderen stark wachsenden Unterlagen ist sehr wüchsig und eher ungeeignet für die Spindel und besser als Baum zu verwenden. Dagegen sind mittlere und schwachwachsende Unterlagen ideal um einen Spindelbusch zu ziehen.

Fragen Sie im Gartencenter nach. Aber meist werden dort ohnehin eher durchschnittliche Unterlagen verwendet.

 

Das Formen und heranziehen:

  • Beim Formen achtet man auf eine Beastung rund um den Baum. Die Äste werden bis zu einer bestimmten länge gezogen und nach Möglichkeit waagerecht gezogen. Man kann dazu auch Gewichte benutzen oder die Äste nach unten hin anbinden. Das kann in Jahres-Etappen geschehen (jedes Jahr einige Dezimeter) oder in ein bis zwei Jahren erledigt sein. Auf die Endlänge wird immer wieder zurückgestutzt bzw. nur wenig Wachstum der Fruchtzweige über diese Grenze hinaus geduldet.
  • Achten Sie darauf, dass Sie Etagen bilden und dass diese Etagen genügend Licht auf die jeweils unteren Etagen zulassen, und die Belaubung nicht zu dicht ausfällt. Sonst werden die Äpfel nicht genug besonnt, schmecken nicht oder bekommen schneller Pilze oder andere Schädlinge.
  • Bei der Höhe des Spindelbusch gehen Sie genauso vor und halten den Baum auf dem gewünschten Niveau. Die Fruchtspieße, die sich mit der Zeit mehr und mehr ausprägen, werden zunächst gefördert. Dazu dient auch die waagerechte Haltung der Äste (Fruchtwaage). Später, wenn die Bäume sehr viel tragen, wird hier und da auch unter den Fruchtästchen (Fruchtspieße) ausgelichtet.

Mehr zum Schnitt finden Sie unter Obstbaumschnitt

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