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Formgehölze | Was sind Formgehölze?

Wie schneidet oder pflegt man Formgehölzen?

Gartenanlage in Hampton Court, England
Gartenanlage
Hampton Court, England

Formgehölze sind Bäume und Sträucher, die sich durch besonderen Schnitt in verschiedene Formen, Figuren und Strukturen schneiden lassen.

Hier betritt man direkt den Raum der Gartenkunst.

Diese von Menschenhand künstlich geformten Gartenelemente strahlen eine besonderes gepflegte und noble Garten-Atmosphäre aus, sei es klassisch oder modern. Man kennt sie vor allem aus berühmten Gärten, Parks oder Schlossparkanlagen und Französischen Gärten. Es sind aber auch nicht alle Gehölze für Formschnitte geeignet. Vor allem sehr wüchsige und sehr schnittverträgliche Arten kommen hier infrage. Das die Pflanzen diese Art der Kunst "mögen", zeigt sich daran, dass sie gerade durch den Schnitt oft erst gesund und kräftig erhalten bleiben.

Welche Formen gibt es?

Buchsbaum in Form von Pfauen geschnitten
Buchsbaum in Form von Pfauen geschnitten

Natürlich wachsende Formen, wie Säulenkirschen oder Säuleneiben sind zwar ebenfalls wunderbare Raumelemente in Garten, zählen aber nicht zu den Formgehölzen, da nur von Menschenhand geformte Gehölze dazu gerechnet werden.

Es gibt im Garten die verschiedensten Formen, die man schneiden kann, angefangen von Figuren wie Pfauen, Bären, über Kugeln bei beispielsweise Buxbaum (Buxus sempervirens), oder Kegel und Säulen bei Eiben (Taxus baccata). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange die Pflanzen einen dafür infrage kommenden Schnitt dulden.

Bonsai aus einer Küsten- oder Dreh-Kiefer (Pinus contorta)
Bonsai aus einer Küsten- oder
Dreh-Kiefer (Pinus contorta)

Am bekanntesten sind die Schnittformen des Buchsbaum und der Eiben, die neben Hecken, Kegel und Kegeln auch in Tierformen geschnitten werden. Sie sind die klassischen Formgehölze.

Modernere Formen sind z.B. der seit den 1980ern immer mehr aufkommenden Bonsai bzw. Großbonsai, die mituntern drei oder mehr Meter hoch sein können. Für diese Formgehölze werden meistens Kiefern, Eiben und andere, kompakt wachsende Nadelbaumarten verwendet.

Aber es gibt noch viele andere Pflanzenarten, die sich formen lassen und so Ihrem Garten einen besonderes Flair und einen noblen Reiz verleihen.

Linden in Kastenform und Heckenfunktion und Unterpflanzung
Linden in Kastenform und Heckenfunktion und Unterpflanzung

Dann wieder schneidet man Linden oder Platanen zu länglichen oder quadratischen Kästen und Dachformen oder zieht einen Scharlachdorn (Crataegus coccinea) in eine Schirmform, die essbare rote Kugeln trägt. Am bekanntesten ist wohl die einfache Schnittform der Hecke, und entsprechend seltener finden sich vornehmere Formen wie die des Spalierobstes, und es gibt noch viele andere mehr.

Schnittformen sind immer sehr pflegeintensiv und müssen je nach Art, Sorte oder Schnittform ein- bis mehrmals jährlich geschnitten werden. Aus diesem Grund wohl kommt diese besondere und wertvolle Kunst in vielen Gärten leider nicht mehr vor.

Schneide-Technik

Ebenfalls ein Klassiker, in dem viele Formgehölze vorkommen - der Französichen Garten
Ebenfalls ein Klassiker, in dem viele Formgehölze vorkommen - der Französichen Garten

Die Formen, die aus Nadelbäumen oder eher klein und von Natur aus dicht wachsenden Arten bestehen, schneidet man mit der Heckenschere meist flächig in der gewünschten Form, wie eine Hecke. Das geht natürlich auch mit einer elektrischen Heckenschere. Aber schöner ist die klassische Weise diese Formgehölze von Hand zu schneiden. Man benötigt im jeden Falle eine ruhige Hand und Geschick.

Hecken im Pondgarden - Hampton Court, England
Hecken im Pondgarden - Hampton Court, England

Größer wachsende Sträucher oder Bäume oder Obst schneidet man gezielt auf Ast. Dabei leitet und zieht man, unter Zuhilfenahme von Bändern, Bambusstäben oder Draht, die gewünschten Äste in die richtige Richtung.

Darum ist die jährliche Pflege und der ein- bis zweimalige Schnitt im Jahr so wichtig, denn wenn sich die Äste bei versäumtem Schnitt erst einmal beim spätsommerlichen Dickenwachstum versteifen, so lassen sie sich schlecht oder gar nicht mehr formen, und können oft nur noch entfernt werden. Man muss dann neue Triebe heranziehen, was dauern kann.

Welche Pflanze eigenen sich für Formgehölze?

Bekannt und weit verbreiteter Klassiker - die Buchsbaumkugel
Bekannt und weit verbreiteter Klassiker
die Buchsbaumkugel

Die klassischen wurden schon genannt. Welche Pflanze sie nun am besten "wie" schneiden, erfahren sie, wenn sie im Lexikon, bzw. in den Pflanzenlisten (Pflanzen Atlas) die gewünschte Pflanze auswählen, und dort über die Schnittweise, die ihr zukommt nachzulesen, denn es gibt gravierende Unterschiede. Des weiteren finden sie zum Schnitt mehr unter Schnitt.

 

Wenn Sie selber Formen heranziehen wollen, wünschen Ihnen dabei viel Freude und Erfolg
Ihr Gartenratgeber Team

 

Weitere Bilder zu Formgehölze

Formgehölze im Arboretum Ellerhoop bei Hamburg
Formgehölze am Weg
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Hamburg
Bonsai (ca.35 Jahre) - Bergkiefer oder Latsche (Pinus mugo mops)
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Besonders geformte Hecke mit Zinnen im Britzer Garten, Berlin
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mit Zinnen
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