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Gallmilben

(Eriophyidae)

Wie erkennt und bekämpft man Gallmilben ?

Ausstülpungen der Gallmilben
Ausstülpungen der Gallmilben

Schadbild | Biologie | Bekämpfung

Gallmilben sind schwer bekämpfbare Tierchen. Sie leben gut geschützt in den sogenannten Gallen, die sie bilden, und in denen sie den Saft der Pflanzen saugen.

Die meisten Vorkommen sind in soweit harmlos, als dass sich eine Bekämpfung von Gallmilben kaum lohnen dürfte.

Schadbild von Gallmilben

Je nach Pflanzen- oder Milbenart, mit der man es zu tun hat, kann sich ein Befall von Gallmilben sehr unterschiedlich äußern. Zum Beispiel führen die Milben bei der Johannisbeere zu Rundknospen, die im Frühjahr absterben, bei Brombeeren reifen nur Teile der Beere, andere Teile der Beere bleiben rot und reifen nicht mehr aus. Die Hausreben hingegen zeigen pockenartige Erhebungen auf den Blättern, und auf der Unterseite einen weißen Haarfilz.

Bei vielen Pflanzenarten, wie beispielsweise Hainbuche, Ahorn, Erle (Bild), Linde, oder Zwetschge entstehen die typischen spitzen oder flachen Gallen. Bei Linden oder Ahörnern sind sie oft auch leuchtend orange-rot. Durch solche Gallen schützen sich die winzigen Milben vor Nachstellungen durch Feinde, und Witterungseinflüssen. Hier vermehren sie sich ungestört, da man auf solchen Bäumen auch keine Bekämpfung durchführt.

Biologie der Gallmilben

Die nur ca. 0,2 mm großen Gallmilben haben eine längliche Form und sind mit dem bloßem Auge gar nicht zu erkennen, es bedarf einer Lupe oder eines Mikroskops, um sie auszumachen. Ihr Winterquartier finden sie in Blattachseln oder unter den Knospenschuppen ihrer Wirte. Beim Aufbrechen dieser Knospen im Frühjahr kommen sie heraus und befallen die Blätter erneut, die dann durch die Saugtätigkeit der Milben und im Zusammenhang mit Aussendung gewisser Stoffe, die die DNS der Blätter leicht ändert, zur Bildung der Gallen gezwungen werden.

Bekämpfung von Gallmilben

Der Befall ist meist viel weniger dramatisch als es oft aussieht und der Schaden ist in der Regel gering, so dass eine Bekämpfung in den meisten Fällen gar nicht nötig ist. Bei Brombeeren und Johannisbeeren allerdings sind auch die Triebe, und zu guter letzt auch die Früchte betroffen.

! Bei der Johannisbeere kann ab Knospenaufbruch, und bei der Brombeere ab einer Trieblänge von 10 cm ein Rapsölprodukt (Micula, Naturen) eingesetzt werden. Zu dieser Zeit befinden sich die Gallmilben gerade in ihrer sogenannten Migrationphase, in der sie frei auf den Pflanzenteilen umherwandern um sich ihre Plätze zu suchen und können in diesen Spanne sehr erfolgreich bekämpft werden; danach wird es schwieriger.

Weitere Hilfe zum Pflanzenschutz

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