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Immergrüne | Pflege & Schnitt

Buchsbaum Kugel - Buxus sempervirens
Buchsbaum Kugel
(Buxus sempervirens)

Immergrüne Bäume und Sträucher sind wegen der vielen einzigartigen Vorteile, die sie zu bieten haben, ein integraler Bestandteil von Gärten und Landschaften. Sie bilden ausgezeichnete Schutzschilde, reduzieren Lärm und sind die ideale Schlüsselbepflanzung für den Windschutz.
Nicht von ungefähr lautet der Name "Immergrün" denn das Laub der Pflanzen ist auch im Winter vorhanden und bietet so das ganze Jahr über ein grünes und freundliches Garten- und Landschaftsbild. Damit immergrüne Sträucher und Bäume ihr hervorragendes Aussehen auch lebenslang behalten, müssen sie bereits von Beginn an richtig gepflanzt, bewässert, gedüngt, gemulcht und beschnitten werden.
Tragen sie hierzu auch stets die nötige Ausrüstung, wie etwa die passenden Handschuhe, denn die meisten Immergrünen stechen ja bekanntlich.

Evergreen - nicht nur auf das Aussehen kommt es an

Wählen Sie immergrüne Arten nicht nur aufgrund ihres Aussehens, sondern treffen Sie die Wahl auch ihres Zwecks und ihrer Größe wegen. Allzu oft bekommen immergrüne Bäume nicht genug Platz, um ihre natürliche Größe erreichen zu können. Dies führt dann zu vorzeitigen Fällungen, da die Bäume an ihrem Platz letztlich zu groß werden oder umgekehrt dazu, dass andere Pflanzen Gartenwege und Gebäude bevölkern, wo doch der Nadelbaum alles ausfüllen sollte.

Daher besteht der erste Schritt bei der Wahl von Immergrün darin, die Standortbedingungen zu analysieren und die Bepflanzung im Rahmen eines ganzheitlichen und nachhaltigen Designs vorzunehmen.

Diverse Formen von Nadelbäumen für diverse Standort

Für kleine Beete stehen viele Zwergformen von Immergrünen Pflanzen zur Auswahl. Stellen Sie sicher, dass diese mit den Licht-, Feuchtigkeits- und Bodenbedingungen an dem für die Bepflanzung vorgesehenen Standort übereinstimmen.

Die meisten immergrünen Pflanzen benötigen gut durchlässigen Boden. Gehölze, wie Thuja und Zedern oder Schirmtannen (Sciadopitys verticillata) tolerieren jedoch auch feuchtere Gebiete und manche sogar nasse, wie die Sumpfzypresse.

Die meisten Immergrünen bevorzugen einen sonnigen Standort. Insbesondere die Nadelgehölze sind Sonnenkinder und wollen immer volle Sonne. Ausnahmen hiervon gibt es nur wenige, wie unsere heimische Eibe (Taxua baccata), die japanische Eibe (Taxus cuspidata) und Helmlocktannen (Tsuga canadensis), die sowohl Sonne vertragen als auch durchaus gut im Schatten gedeihen. Daher lieben diese Gewächse besonders die Nord- oder Ostseiten von Gebäuden.

Tipps zum Kauf von immergrünen Bäumen und Sträuchern

Immergrüne sind normalerweise als Ballen oder Containerpflanzen erhältlich. Wurzelnackte Ware gibt es hier kaum (meist nur für den Forst) und es ist auch davon abzuraten, Immergrüne als Wurzelnackte für private Pflanzungen zu kaufen.

Anders als bei Laubpflanzen, bei denen ein Verwelken schnell zu erkennen ist, zeigen Immergrüne Pflanzen oft erst lange nach dem Schadenseintritt Symptome einer Schädigung, jedoch verfärben sie sich schnell. Bereits bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie daher auf die Qualität achten, z.B. dass das Laub der Art oder Sorte entsprechend gesund und kräftig aussieht und nicht bereits fahl, vergilbt oder sogar braun ist. Dies sind zumeist Anzeichen von Trockenstress oder einer Krankheit.

Pflege von immergrünen Bäumen und Sträuchern

Die meisten immergrünen Bäume - insbesondere Nadelgehölze - benötigen selten einen Schnitt, vorausgesetzt, sie werden dort gepflanzt, wo sie ausreichend Platz zum Wachsen haben. Der Platzbedarf ist insofern von Relevanz, da viele Nadelbäume überhaupt keinen Schnitt vertragen und meist kahl werden, wenn man grüne Teile entfernt hat. Schneidet man bei Fichten beispeilsweise eine kahle Stelle in das Grün, wird diese nie mehr zuwachsen.

Immergrüne Laubsträucher und einige Nadelbaumarten können wiederum durchaus ab und an von einem Schnitt profitieren. Hält man sie durch Schnitt kurz bzw. klein, so kann verhindert werden, dass sie später unten kahl werden. 

Kiefern, Eiben, Wacholder & Co. - unterschiedliche Beschneidung erforderlich

Kiefern und Fichten hassen eigentlich jede Art von Schnitt. Man kann die jungen Jahrestriebe zwar schneiden und so aus Fichten und Kiefern sogar Hecken formen, aber wehe, sie schneiden einmal zu tief. Diese Stellen bleiben kahl. Wenn Sie also einmal eine Kiefer oder Fichte beschneiden wollen, weil beispielsweise die unteren Äste ins Beet hängen oder nicht mehr gut aussehen, dann schneiden sie diese am besten ganz am Stamm ab. Das sieht meist am besten aus. Denn der darunter entstehende Freiraum kann wiederum mit Stauden oder anderen Gehölzen bepflanzt und ausgefüllt werden, was immer besser ausieht, als ein kahler, toter Zweigstumpf am Stamm.

Auch Wacholder lassen sich wunderschön in Formen oder selektiv schneiden, solange man nicht zu sehr ins alte Holz schneidet, wo sich nur noch wenig Grün findet. Sich ausbreitender und kriechender Wacholder sieht dann sehr gut aus, wenn man zwei oder drei der längsten, und kräftigsten Zweige jedes Jahr entfernt.

Eiben vertragen als einzige Nadelbaumart jeden Schnitt. Man kann sie sehr gut zu Hecken erziehen oder verjüngen. Sie treiben selbst bei einem radikalen Stammschnitt - also wenn man alle Äste entfernt - an allen Stellen des Stammes wieder aus.
Schneiden Sie Eiben im Frühling, bevor das Wachstum beginnt, und dann wieder im Hochsommer.

 

Immergrüne | Pflanzung / Spätsommerpflanzung

Weitere Informationen über das richtige Pflanzen
Liste der Nadelgehölze (Koniferen)

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