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Rasen | Anlage durch Aussaat

Vor und Nachteile der Aussaat von Rasen

Je nach Witterung und Rasensorte kann heute schon oft im April eingesät werden, da es zu dieser Zeit oft schon sehr mild ist. Ab einer Bodentemperatur vorn + 10°C läuft die Rasensaat auf (keimt).

Grundsätzlich kann von April bis September (Oktober könnte knapp werden) das ganze Jahr hindurch ausgesät werden. Sofern Sie die Anlage Ihres Rasen rechtzeitig planen können empfehlen aufgrund hoher Temperaturen, intensiver Sonneneinstrahlung und Trockenheit in den Monaten Juni bis August, dies nicht zu tun. Sie müssten nur unnötig viel wässern und können die Fläche über den Sommer nicht richtig betreten. Sehen Sie dazu unseren Rasen Pflege-Kalender an.

Die Aussaat mit einem Streuwagen ist am einfachsten, da sich hier die genaue Dosierung einstellen lässt. Wer aber nicht gleich einen Streuwagen kaufen will, der dann u.U. jahrelang irgendwo rumliegt, kann natürlich auf die traditionelle Weise des Sämanns aussäen: Mit der Hand.

Bei der Handaussaat ist es sinnvoll, zu ermitteln wie viel Gramm Sie in eine Hand bekommen und so grob zu überschlagen, mit wie viel Händen Sie die Saat auf der bestimmten Fläche ausbringen.

Das Aussäen des Rasens

  • Kaufen Sie gemäß der geplanten Nutzung oder Lage des Rasens die richtige Sorte Rasensaat (strapazierfähiger Sportrasen, Spielrasen, Schattenrasen, englischer Rasen oder Rasen mit Wildblumen, etc.)

  • Säubern Sie die Fläche von Steinen und Unkraut sowie dickeren Wurzeln oder was sonst so aus der Erde ragt, dass Sie auf oder in Ihrem Rasen später nicht haben wollen.

  • Lockern Sie die Erdoberfläche der zuvor umgegrabenen oder gefrästen Fläche einige Zentimeter tief schön feinkrümelig auf und harken Sie alle Unebenheiten weg bzw. modellieren Sie das Gelände nach ihren Wünschen. Wenn vorhanden, walzen Sie die Fläche vor der Aussaat mit einer Walze wieder an. So erkennen Sie, wo sich „Berge“ oder „Täler“ bilden, wenn der Boden wieder fester wird. Ggf. wiederholen Sie das Harken und Walzen, bis die Fläche so glatt ist, wie es Ihren Ansprüchen genügt. Das Walzen geht auch mit kleinen Brettern (Trittbretter), die Sie sich unter die Schuhe binden oder Sie fahren mit dem Rasenmähertrecker kreuz und quer über die Fläche hinweg.

  • Säen Sie bei Windstille, damit die Saat nicht in Beete gerät oder sonst wie verloren geht.

  • Sie können das Saatgut mit dem gleichen Volumen Sand oder sauberer Erde mischen. Das macht ein gleichmäßiges Aussäen leichter.

  • Säen Sie die Hälfte des Saatgutes quer und die andere Hälfte einmal längs, also von links nach rechts und von vorne nach hinten, so das die Saat kreuzweise und möglichst gleichmäßig auf die Fläche aufgebracht wird. Der verbessert das Aussaatbild und ermöglicht eine gleichmäßigere Rasenfläche.

  • Säen Sie nicht zu dicht (Packungsangaben beachten). Zu viel ist nicht gut. Im Schnitt sind es rund 25 g/m². Die Pflanzen konkurrieren zu sehr und es fördert Pilzerkrankungen.

  • Nach der Aussaat die Saat mit der Harke sehr leicht und nur oberflächlich verteilen und ganz leicht einarbeiten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht Erde und Saat aufschieben oder eingraben. Die Rasensaat benötigt Licht zum keimen und darf daher ruhig oberflächlich zu sehen sein.

  • Wenn eine Walze vorhanden ist, walzen Sie den Rasen mit einer Walze wieder leicht an.

Pflege bis zum ersten Schnitt des Rasens

  • Nachdem der Rasen ausgesät ist, sollte die Saat nicht mehr austrocknen. Beregnen Sie die Fläche regelmäßig, insbesondere bei trockener und sonniger Witterung.

  • Auch nach dem auflaufen (keimen) des Rasens sollte er mindestens bis zum ersten Schnitt regelmäßig feucht gehalten werden, da das Wurzelsystem der jungen Gräser noch nicht stark genug entwickelt und etabliert ist.

  • Wässern Sie bei trockener Witterung auch mehrmals täglich.

  • Wässern Sie nicht zu viel. Die Erde muss nicht unbedingt sehr tiefgründig nass sein für den Rasen. Verursachen Sie keine stauende Nässe, Pfützen oder Rinnsale.

  • Ob Sprenger, Gießstab (Brausekopf) oder Handdüse: wählen Sie möglichst feine Tropfen. Vermeiden Sie harte Wasserstrahle die Löcher in die Erde spülen oder zu dicke Tropfen, durch welche die jungen Keime geschädigt werden können.

Erstes Rasenmähen - erster und zweiter Schnitt

  • Erreicht der Rasen eine Höhe von 7 bis 10 cm, wird er das erste mal gemäht. Sein Sie noch behutsam. Mähen Sie nicht zu kurz. Stellen Sie dem Mäher auf eine Schnitthöhe von 4 bis 5 cm ein.

  • Führen Sie den zweiten Schnitt frühestens nach 14 Tagen durch.Entfernen Sie alle Schnittrückstände um Fäulnis an den jungen Rasenpflanzen zu verhindern.

    • Schneiden Sie die meisten Rasenarten auf 3 bis 4 cm Schnittlänge.
    • Schattenrasen schneiden Sie am besten nie unter 5 cm.
    • Bei ganz feinen Grassorten wie Teppichrasen oder Zierrasen können Sie auch auf 2 bis 3 cm Tiefe schneiden.
  • Mähen Sie fortan möglichst einmal die Woche.

Erste Düngung des Rasens

  • Der Rasensamen Packung beigefügte Dünger können Sie verwenden. Besser ist aber mit dem düngen zu warten bzw. vor dem Säen zu düngen (s.o. unter Bodenvorbereitung). Düngen Sie ansonsten erst nach dem dritten Schnitt, jedoch nicht unmittelbar auf den frisch geschnittenen Rasen. Warten Sie zwei Tage. Wenn Sie es doch vorher versuchen wollen, weil der Boden vielleicht sehr nährstoffarm ist, dann nur sehr vorsichtig in geringer Konzentration, da der Dünger sonst die Wurzeln der jungen Pflanzen „verbrennen“ könnte.

  • Düngen Sie den jungen Rasen mit Phosphor betonten Düngern, damit Ihr Rasen gesund, dicht und kräftig grün wird.

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