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Töpfe aus Papier selber machen

Selbstgemachte Töpfe aus Papier sehen originell aus und haben durchaus einige nützliche Eigenschaften

Melonen und Kürbisse in selbstgemachten Papiertöpfen
Melonen und Kürbisse in selbstgemachten Papiertöpfen

Jeder, dem schon einmal beim Umtopfen die Töpfe ausgingen, hat sicher auch schon mal auf Joghurtbecher, Mandarinen- und Ananasdosen oder Quarkbecher zurückgegriffen. Besser aber noch sind selbstgemachte Töpfe aus Papier, zumindest für bestimmte Kulturen.
Wie das geht, und wofür sie geeignet sind? Hierauf und auf gewisse Bedenken gehen wir im Folgenden tiefer ein.

Wie man Papiertöpfe selber herstellt

Fertige, selbstgemachte Papiertöpfe
Fertige, selbstgemachte Papiertöpfe

Sie benötigen eine Zeitung und eine leere Flasche Wein oder eine größere Dose, je nachdem, welches Format sie haben wollen und für welche Pflanzen die Papiertöpfe sein sollen. Natürlich gehen keine großen Töpfe. Die Papiertöpfe sind eher für die Aufzucht von Aussaten.

Die folgenden Angaben sind für die Verwendung einer 0,7 Liter Weinflasche gedacht.

papier zu 1/3 einfalten und Flasche auflegen

Und so gehen Sie vor...

  • Nehmen Sie eine Lage Zeitungspapier. Am besten eine ganze (Doppel-) Seite.

  • Legen Sie die (Doppel-) Seite an ihrer Falz zusammen, so dass Sie in etwa auf ein Din-A3 Format kommen.

  • Falten Sie die längere Seite (am besten die mit der Falz) um ein Drittel zusammen.

Flasche eindrehen
  • Rollen Sie nun die Flasche mit der Bodenseite wie ein Geschenk in die Zeitung ein, und zwar in den Teil, den Sie übergefaltet haben (der doppelte Teil). Unterhalb des Flaschenbodens muss der dünnere Teil der Zeitung rausschauen.

Flasche auf den Kopf drehen
  • Drehen Sie die Flasche auf den Kopf, um den Boden des Topfes zu bearbeiten

Topfboden links und rechts einfalten
  • Den dünneren Teil der Zeitung, der unterhalb der Flache übersteht, falten Sie nun wie bei einem Geschenk nach innen ein. Erst die linke Seite, dann die rechte Seite.

Spitze unterfalten
  • Den letzten Zipfel falten Sie nun um, und schieben ihn wie in eine Tasche unter die anderen.

Topfboden festdrücken
  • Den Topfboden nun schön fest gegen den Flaschenboden andrücken.
Flasche vorsichtig aus dem Topf ziehen
  • Nun ziehen Sie die Flasche schön vorsichtig aus dem Papiertopf heraus. Der Topf ist fast fertig.

Topfrand falzen und Falzrand fest andrücken
  • Falten sie nun noch den oberen Rand etwa einen bis zwei Zentimeter nach innen ein, damit der Topf sich nicht wieder aufrollt. Drücken Sie die Falz schön fest an, damit der Papiertopf hält.

Fertig ist der selbstgemachte Papiertopf
  • Sie können anstelle des Einfaltens auch den Rand mit einem Klebeband befestigen.

  • Fertig. Nur noch mit Erde befüllen, einsäen oder pikieren, auf einen wasserundurchlässigen Untersetzer stellen und angießen.

Der Papiertopf ist fertig um mit Erde befüllt zu werden


Wir wünschen Ihnen viel Freude beim basteln, säen und pflanzen.
Ihr Gartenratgeber Team

Welche Vorteile haben selbstgemachte Papiertöpfe?

Kürbissämlinge in selbstgemachten Papiertöpfen
Kürbissämlinge in selbstgemachten Papiertöpfen

Papiertöpfe halten erstaunlich lange. Zumindest lange genug, um darin diverse Gemüsepflanzen wie etwa Salat, Melonen, Tomaten oder Kürbisse vorzuziehen - aber auch Sommerblumen. Sie sähen wie gewohnt in Schalen aus und pikieren (vereinzeln) dann in die Papiergefäße hinein bzw. säen je nach Art auch einfach direkt in die Papiertöpfe. Der Ort der Aufzucht bleibt der gleiche wie gewohnt. Gewächshaus, Frühbeet oder Fensterbank – ganz nach Ihrer Gewohnheit und Erfahrung.

Im Papiertopf herrscht zudem ein besseres Klima als in Plastik, denn das Papier atmet. So erhalten die Pflanzenwurzeln viel Luft und Sauerstoff. Schnell wachsen die Wurzeln bis in das Papier hinein. Sie sind also eine echte Alternative zu Plastiktöpfen.

Gepflanzt wird nach den Eisheiligen einfach samt Topf. Die Pflanzen erhalten durch das Vorziehen nicht nur den gewohnten zeitlichen Vorsprung. Durch das Pflanzen mit Topf erspart man ihnen einen Pflanzschock durch das neue, ggf. ungewohnte Erdmilieu oder Beschädigungen der Wurzeln. Die Pflanzen wurzeln einfach aus dem schnell in der Erde verrottenden Papier durch, das schon seit der zeit auf der Fensterbank gut angerottet sein dürfte. Es darf im Beet nur nicht zu trocken sein. Herausragende Papierecken können Sie einfach leicht abmulchen. So bleibt das Papier feucht und verrottet schnell.

Papiertöpfe sind also ein echter weiterer zeitlicher und geldsparender Vorteil.

Sind keine Schadstoffe im Papier?

Töpfe aus Papier selber gemacht
Töpfe aus Papier selber gemacht

Was ist mit Schadstoffen im Papier - sind Papiertöpfe wirklich gut für die Pflanzen oder mich als Konsumenten?

Für Ihre Töpfe sollten Sie nur Zeitungspapier verwenden, so, wie es jede Tageszeitung oder das Wochenblatt liefert. Zeitungen bestehen nur aus Papier, also Zellstoff, und Druckerschwärze. In Europa wird seit langem keine Druckerschwärze mehr verwendet, die giftige Stoffe enthalten könnte. ...mehr dazu hier

Sie besteht zum Hauptteil aus gereinigtem Ruß, der wiederum aus Kohlenstoff besteht, was für den Boden vorteilhaft ist, ähnlich wie bei der Terra Preta http://de.wikipedia.org/wiki/Terra_preta. Die Bodenorganismen nehmen also nicht nur keinen Schaden davon, sie lieben Zeitungspapier und sogar Papiertaschentücher. Allen voran Regenwürmer. In Wurmfarmen steht Zeitungspapier sogar auf dem Speiseplan und wird an die Tiere verfüttert.
Nehmen Sie aber auf keinen Fall Hochglanzzeitungen. Diese enthalten durch ihre Farben ggf. noch andere Stoffe, die Sie nicht unbedingt im Gartenboden oder im Essen haben wollen.

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