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Zwischenveredelung

Messer und Schleifsteine für die Veredelung - oben ein Okuliermesser, unten ein Kopuliermesser
Messer und Schleifsteine für die Veredelung
oben ein Okuliermesser, unten ein Kopuliermesser

Was bedeutet Zwischenveredelung?

Vor allem Birnen werden Zwischenveredelt. Das Zwischenveredeln ist eine Methode, die dann angewandt wird, wenn die Unterlage zwar die idealen Voraussetzungen für z.B. eine bestimmte Obstart, wie Birnen mitbringt, sich die Obstart aber mit der Unterlage selbst nicht verträgt. Die Edelreiser oder Augen würden nicht angenommen und absterben, oder die Ergebnisse wären sehr schlecht. In diesem Fall wird eine Sorte dazwischen gesetzt, die sich sowohl mit der Edelsorte als auch mit der Unterlage verträgt.

Bei Birnen wird das häufig so gemacht, weil Birnen sehr oft auf Quitten veredelt werden, die beiden sich aber nicht immer vertragen. Dennoch wird es gemacht, weil die Ergebnisse sehr gut sind, sprich, die Quitte sich als Unterlage für einen guten Ertrag hervorragend eignet.

Eine weitere Variante der Zwischenveredelung ist das Nicolieren.

Birnensorten und deren Quittenverträglichkeit

Sehr gut Quittenverträglich / Sorte für Zwischenveredelung geeignet

Folgende Birnen vertragen sich mit Quitten besonders gut, und dienen daher auch als Zwischenveredelungssorte:

  • Gellert‘s Butterbirne

  • Pastorenbirne

  • Vereinsdechantsbirne

Sorten Ohne Zwischenveredelung

Ohne Zwischenveredelung gut quittenverträglich - aber als Zwischenveredelung selbst ungeeignet – sind diese Sorten:

  • Alexander Lucas

  • Conference

  • Gute Luise

Sorten mit Zwischenveredelung

Diese Sorten hingegen haben auf Quitte gute Erträge, sind aber nicht sonderlich gut quittenverträglich. Sie benötigen daher eine Zwischenveredelung.

  • Bosc‘s Flaschenbirne

  • Packham‘s Triumph

  • William‘s Christbirne

Nicolieren

Das Nicolieren ist eine sehr selten angewendete Methode der Zwischenveredelung und dient der Überbrückung von Unverträglichkeiten zwischen zwei Arten bzw. der Edelsorte und der Unterlage. Beim Nicolieren wird zwischen das Auge des Edelreises und der Unterlage noch eine dünne Scheibe einer anderen Sorte eingesetzt, die sich sowohl mit der Unterlage als auch mit der Edelsorte gut verträgt und um die Unverträglichkeit der Sorten zu umgehen.

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