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Kompost

Was ist Kompost und wie lege ich Kompost an?

Einfacher Gartenkomposthaufen aus Küchenabfällen und Stall-Mist, geschichtet und mit einem Gitter versehen, damit die Hühner ihn nicht zerlegen

Was passiert bei der Kompostierung?

Kompostierung ist ein Verrottungsprozess, bei dem organischer Abfall aus Haus und Garten durch Mikroorganismen zersetzt wird. Durch diesen biologischen Prozess ensteht nährstoffreicher Humus. Dieser wird in die Gartenerde eingarbeitete um diese zu verbessern. Durch weitere Zersetzung werden die Nährstoffe freigesetzt, die dann den Pflanzen zur Verfügung stehen (Nährstoffkreislauf). Kompostierung ist sozusagen ein natürliches und sehr nützliches Recycling, das seit Jahrtausenden in verschiedensten Kulturen angewandt wird und auch heute als eine der besten Methoden gilt, den Boden nachhaltig und biologisch einwandfrei zu verbessern und zu düngen, um so den Nähstoffentzug, der beim Anbau von Pflanzen im Boden entsteht, wieder auszugleichen.

Die Hauptarbeit machen dabei Bakterien und Pilze (heterotrophe Mikroorganismen). Sie benötigen Sauerstoff (aerobe Zersetzung) und einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt. Es entstehet Kohlendioxid und wasserlösliche Mineralstoffe wie z.B. Stickstoffverbindungen wie Ammonium-Salze oder Nitrate, des weiteren, Phosphat, Kalium und Magnesium, werden freigesetzt.

Kompost ist daher ein natürlicher Dünger, der alle wichtigen Pflanzennährstoffe liefern kann, einschließlich vieler Mikronähstoffe. Daneben hat der entstehende Humus für den Boden, das Bodenleben und damit für die Pflanzengesundheit eine ganz besondere und wichtige Rolle.

Wenn Sie Hühner haben, sollten Sie darauf achten, ihnen keinen Zugang zum Kompost zu gewähren oder diesen abdecken, da diese durch ihr ständiges Kratzen und Scharren den Kompost bald zerlegt und verteilt haben werden.

Was kommt auf den Kompost?

Das im Garten anfallende Schnittgut, kleine, oder gehäckselte Zweige, Laub und entferntes Unkraut kommt auf den Kompost und später als nähstoffreiche, frische Erde wieder in die Beete zurück. Das Schnittgut vergangener Jahre, das schon verkompostiert ist, kommt jetzt in die Beete zurück, und wenn sie zu wenig haben, gibt es einige Gärtnereibetriebe oder auch Kompostierwerke ( Kompostierwerke, -Lieferanten-Adressen), die billig Kompost in gesiebter Form liefern. Da man da allerdings nicht immer weiß was bei gekauftem Kompost drin ist, sollten sie solche Kompost-Erden auch nur für Zierbeete verwenden, und nicht für Gemüse. Für letztere verwenden sie besser den eigenen, sauberen Kompost, damit sie nicht später Schadstoffe über ihr Gemüse zu sich nehmen. Die Pflanzenabfälle werden möglichst gemischt, damit sich eine ausgewogene Nährstoffverteilung ergibt. Gekaufter Kompost wird zudem meist heiß kompostiert, damit Krankheitskeime, Pilze und Unkrautsamen absterben und nicht ihre Kulturen belasten. Sofern es sich aber um sehr jungen Kompost handelt, was zumeist der Fall ist, ist es durchaus sinnvoll diesen nur dünn auszubringen, etwa 3 bis maximal 6 Zentimeter dick. Das reicht, um den Boden mit Nährstoffen und Humus zu versorgen. Nach ein bis zwei Jahren wird sich der Kompost, je nach Feuchtigkeitshaushalt in ihren Beeten (mitunter davon abhängig wie sandig, lehmig oder humos ihr Boden ist) weitestgehend zersetzt haben. Regenwürmer lieben frischen Kompost und transportieren alles unter die Erde. Bis dahin wird die Kompst-Abdeckung Unkraut stark unterdrücken und den Boden feucht halten. Manche Lieferung ist leider noch nicht so zersetzt wie gewünscht. Sollten sich im Kompost noch grobe Holz-anteile/stücke befinden, so biete es sich an, vor Ausbringung des Materials eine leichte Stickstoffgabe ( zu Stickstoff) zu geben, um einer Unterversorgung ihrer Kulturpflanzen entgegenzuwirken, denn um die Holzanteile zersetzen zu können, entziehen die Bodenbakterien der Erde Stickstoff, der im Holz in zu geringen Mengen zu finden ist. Genauso aber können sie die Zersetzung ihres eigenen Komposthaufens beschleunigen, indem sie die Bakterien mit Stickstoff „zufüttern“ (und dabei natürlich ausreichend feucht halten). Sie können dazu Hornspäne nehmen, reine Stickstoffdünger, wie z.B. Harnstoff, aber auch reinen Volldünger. Nur nicht übertreiben, denn sie wollen ja nicht ihren Kompost zur Düngerbombe reifen lassen.

Heißkompostierung

Bedeutet, das der Kompost unter Hitze kompostiert wird. Der Prozess lässt sich dadurch beschleunigen und fremde Keime und Samen können abgetötet werden. Man erhält ein weit saubereres Substrat.


Kompostarten:

Kompostsubstrat

Adressen Kompostlieferanten:

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