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Unkrautbekämpfung

Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora) ist ein häufiges und wüchsiges Unkraut in Beete
Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora) ist ein häufiges und wüchsiges Unkraut in Beete

Welche Arten von Unkraut am besten wie bekämpfen?

Ohne Unkrautbekämpfung würden alle Kulturpflanzen im Kraut versinken und wäre eine ertragreiche Ernte weder in der Landwirtschaft noch im Garten erzielbar. Daher stellt sich beim Thema Unkrautbekämpfung nur die Frage des Wie, und nicht des Ob Unkraut bekämpft wird. Und hier gibt es so viele Herangehensweisen wie Meinungen zu den Methoden.

Auch wenn viele Arten der Unkräuter ebenfalls zu den Heilkräutern zu zählen sind, so schaden Löwenzahn, Brennnessel, Giersch und andere Arten doch den Kulturpflanzen, indem sie mit diesen um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Andere Unkräuter sind empfindlich gegen Krankheiten, wie z.B. Mehltau, und bringen somit u.U. diese Krankheiten in Ihr Beet.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, erspart oftmals viel Arbeit und Zeitaufwand, um eine spätere aufwendige Behandlung zu umgehen. Den Unkrautbefall rechtzeitig einzugrenzen ist also immer eine wirksame und sinnvolle Methode.

Als vorbeugende Maßnahmen kommen folgende infrage:

  1. Abdecken von Flächen mit organischem Mulch oder Mulchfolien
    ...weiter unten mehr dazu oder unter Mulchen
  2. Rechtzeitig Rasenmähen, Jäten, Hacken oder Stechen, damit sich die Unkräuter nicht noch vor dem Entfernen aussähen können
  3. Sollten Zaunstreifen oder Rasenflächen gespritzt werden, ist auch hier auf den richtigen Zeitpunkt zu achten, der meistens in der Hauptwachstumsphase und vor der Blüte liegt

Wirksame Methoden gegen Unkraut im Beet

Mulchen zur Unkrautbekämpfung

Mulchen ist eine der wirksamsten, umweltschonendsten und effizientesten Methoden gegen Unkraut in Beeten. Vor alle Beete mit Dauerbepflanzung (Stauden- Blumenbeete oder Rabatten) lassen sich so sauber halten und durch den Verrottungsprozess des Mulchmaterials gleichzeitig düngen. Aber auch in Gemüsebeeten gibt es Anwendungsmöglichkeiten.

  • Wie funktioniert Mulchen?

    Mulchen schützt den Boden vor Sonne oder Verschlämmung und hält durch Lichtabschottung Unkräuter vom Keimen ab bzw. verhindert ihr Durchdringen durch die Mulchdecke. Richtig ausgebracht verhindert Mulch das Aufkeimen von Unkraut um rund 95%. Die Schichten sollten daher nicht zu dünn sein (6 bis 10 cm), und das Material den Kulturpflanzen angepasst, denn nicht alle Pflanzen vertragen immer alle Arten von Mulch.

  • organische Stoffe zum Mulchen

    Besonders Rindenmulch ist effizient und bedenklich zugleich, da seine herben Inhaltstoffe wirksam Unkraut zurückhalten, aber eben auch sehr sauer auf den Boden wirken, was nicht jede Kulturpflanze verträgt.

    Gut eigenen sich aber auch Grasschnitt, Holzhäcksel und Kompost als Mulch. Stroh ist ebenfalls keine schlechte Wahl, kann aber zum Aufkeimen von Ernteresten führen oder auch Unkraut mitbringen, wenn es nicht sauber ist, so dass Sie in Ihren Beeten schnell Weizen oder Gerste wiederfinden.

    Mulch liefert mit der Zersetzung zusätzlich Nährstoffe. Einige Materialien verrotten allerdings langsamer als andere, vor allem Rindenmulch oder Holzhäcksel. In den ersten Jahren der Zersetzung entziehen Rindenmulch und Holzhäcksel dem Boden Nährstoffe, so dass ggf. etwas nachgedüngt werden muss. Nach drei Jahren können Sie dann u.U. sogar weniger düngen, wenn das zersetzte Material nach und nach mehr und mehr Nährstoffe freigibt.

  • Baumscheiben

    Baumscheiben aus Kunststoffen oder Kokosmatten eignen sich sehr gut, um die Flächen um Bäume herum frei von Unkraut zu halten, wenn Sie diese Flächen nicht lieber bepflanzen wollen mit Rosen oder anderen schönen Pflanzen.

  • Mulch-Folien

    Größere, und stark mit Unkraut verseuchte Flächen, sollten Sie ein Jahr lang ruhen lassen und komplett mit einer schwarzen, lichtdichten Folien abdecken. Vor allem bei einer Beetneuanlage bietet sich diese Methode an, um sich später sehr viel Arbeit zu ersparen.

    Das Unkraut, einschließlich Giersch, wächst sich unter der Mulchfolie tot und kann nicht ans Licht. Gleichzeitig wird es durch Sonneneinstrahlung sehr heiß unter der Folie, was die Pflanzen abtöten kann oder sie weiter anheizt sich totzuwachsen.

  • Mulch-Vlies

    Für das Gemüsebeet oder Erdbeeren kann ein Mulchvlies genutzt werden, das auf das vorbereitete Beet ausgebreitet wird, und in das sie Nutzpflanzen durch Löcher oder Schlitze direkt in das Vlies gepflanzt werden. Das Vlies, sofern Sie das richtige gekauft haben, ist Wasser- und nährstoffdurchlässig und hält alles Unkraut um die Pflanzen zurück.

    Es gibt verschiedene Typen. Einige Arten können mehrmals oder mehrjährig verwendet werden, andere verkompostieren nach einem oder mehreren Jahren.

    Weitere Materialien zum Mulchen und mehr Wissenswertes zum Thema finden Sie unter Mulchen

Ausstechen / Jäten

Die beste und zugleich umweltfreundlichste Anti-Unkraut-Technik ist das Jäten. Wenn es sich nur um einen Befall von geringem Umfang handelt, oder es um beispielsweise Löwenzahn im Rasen geht, können Unkräuter mit Pfahlwurzel sehr gut auch mit einem Pfahlwurzelstecher ausgestochen werden. Hierzu werden im Handel praktische Geräte angeboten, mit denen man Beispielsweise Löwenzahn problemlos aus der Erde holen kann. Pfahlwurzel-Unkräuter von Hand herauszuziehen ist nicht empfehlenswert, denn sie reißen schnell ab und treiben dann willig wieder aus. Man kann Sie aber auch einfach mit der Grabegabel entfernen, vor allem in Beeten. Sticht man neben Löwenzahn tief in die Erde und hebt sie leicht an, verliert das Unkraut seinen Halt und lässt sich leicht und vollständig herausziehen.

Um einen eventuellen Neuaustrieb zu vermeiden, sollte vor allem bei Wurzelunkräutern besonderes Augenmerk auf die möglichst vollständige Entfernung der Wurzeln geachtet werden, damit man sie nicht noch verbreitet.

Das Jäten geht am besten von der Hand, wenn der Boden durch vorherige Regenfällt oder manuelle Beregnung aufgeweicht ist. Dann lassen sich die Unkräuter am leichtesten herausziehen.

Bei stärkerem Befall auf Rasen oder in Beete sollte ggf. doch über den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln nachgedacht werden.

Hacken

Ist der Boden jedoch eher trocken, bietet sich das Hacken an oder die Bearbeitung mit der Gartenkralle, um vor allem Samenunkräuter wie das Franzosenkraut kleinzubekommen, bevor sie Samen bilden. Nutzen Sie zwischen den Kulturpflanzen möglichst kleine Häcker, damit sie gezielt an die Unkräuter herankommen. Ein vorhergehendes Schärfen ist genauso sinnvoll, wie die sonstige Werkzeugpflege, denn eine saubere Hacke arbeitet sich leichter, als eine mit Rost oder vertrockneter Erde daran. Wenn die Erde zu sehr an den Geräten kleben bleibt, ist der Boden für diese Bearbeitungsmethode noch zu feucht.

Wirksame Methoden gegen Unkraut im Rasen

Das Thema Unkraut im Rasen ist sehr umfassend und bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die hier den Rahmen sprengen.

...lesen Sie dazu mehr unter Unkraut im Rasen bekämpfen

Wirksame Methoden gegen Unkraut auf Wegen

Kochendes Wasser

Unkraut auf Wegen oder Schotterflächen bekommen Sie mit kochendem Wasser gut in den Griff. Diese Methode kann auch im Beet angewandt werden, jedoch nicht, wenn Kulturpflanzen in unmittelbarer Nähe stehen, dass sie Schaden nehmen könnten.

Übergießen Sie die Unkrautpflanzen langsam mit kochendem Wasser, so dass die Hitze bis ins Wurzelwerk vordringt und sie so vollständig verbrühen. Danach lassen Sie die Pflanzen verdorren und können sie später leicht entfernen. Diese Methode ist einfach und ökologisch unbedenklich.

Jäten und Kratzen

Auf Wegen und Freiflächen kann man mit dem Messer und Fugenkratzer die Ritzen zwischen Wegplatten gut von Unkraut befreien.

Ansonsten ist das Jäten auch hier das effektivste Mittel. Ähnlich wie im Beet macht es sich besonders dann gut, wenn es geregnet hat und der Sand in den Fugen zwischen den Platten weich ist.

Abflämmen oder Dämpfen

Die Wirkung beim Abflämmen mit Gas oder Dämpfen mit heißem Wasserdampf ist ähnlich wie beim Behandeln mit heißem Wasser, eine thermische. Jedoch dringen die Flammen und deren Hitze zumeist nicht allzu tief in den Boden ein, wie heißes Wasser, so dass damit Wurzelunkräuter nicht so leicht erfasst werden können. Die Methode ist dennoch sehr wirkungsvoll, wenn man sie häufiger und vor allem rechtzeitig anwendet, wenn nämlich die Unkräuter noch klein und im Aufkeimen sind. Dichte Grasbüschel oder Löwenzahn, der bereits blüht, kann damit nur oberflächlich versenkt werden, so dass diese Pflanzen nach einiger Zeit wieder da sein werden.

Nach dem Abflämmen empfiehlt sich ein abfegen der behandelten Fläche mit einem möglichst harten Besen, vorzugsweise ein Stahlbesen.

Abgeflämmt wird mit einem Brenner, wie man ihn auch für Dacharbeiten mit Dachpappe verwendet. Es gibt aber auch Geräte, die breitflächig arbeiten können. Letzteres gilt auch für Maschinen für eine Dämpfung.

Für Beete mit Kulturpflanzen eignet sich eine Thermische Behandlung nicht. Sie richtet auch mit einem Brenner und Gasflasche mit Sicherheit zu viel Schaden an Nachbarpflanzen an.

Maschineller Einsatz - Wildkrautbürsten zur Unkrautbekämpfung

Für Gehwege und gepflasterte Flächen gibt es auch für den Privatbereich Maschinen zu kaufen, die auf rein mechanischem Wege das Unkraut wegbürsten. Diese Wildkrautbürsten besitzen rotierende Tellerbürsten oder Walzenbürsten mit aus Stahl gedrehten Zöpfen oder Nylon-Stahl Bürsten oder reinen Kunststoffborsten.

Mit diesen Geräten werden die Flächen einfach saubergefegt.

Chemie! – Vorsicht, das Abspritzen von Wegen und Plätzen ist verboten!

Der Einsatz von chemischen Mitteln gegen die Beseitigung von Unkraut auf Einfahrten, Hofflächen, Wegen oder dem Bürgersteig, ist seitens des Pflanzenschutzgesetzes verboten und kann mit sehr hohen Bußgeldern belegt werden, die bis zu 50.000 Euro betragen können. Gleiches gilt für den Einsatz von Salz oder Essig gegen Unkraut.

Wurzelunkraut

Zur Gruppe der Wurzelunkräuter gehören allen voran Löwenzahn, Quecke und Giersch. Sie sind aufgrund ihrer speziellen Wurzelwerke allgemein sehr schwer bekämpfbar. Wie Sie die einzelnen Arten der Wurzelunkräuter in den Griff bekommen können, finden Sie unter Wurzelunkräuter.
Weiterlesen ...

Chemische Mittel im Garten – Herbizide

pH-Wert-Veränderung zur Unkrautbekämpfung durch Düngung

Bevor man zur chemischen Keule greift, bleibt herauszufinden, welche Nährstoffe in absehbarer Zeit ohnehin nachgedüngt werden sollte und ob nicht eine Kombination von Unkrautvernichtung und Düngung erfolgen kann. Denn neben den umstrittenen chemischen Herbiziden gibt es natürlich noch ein paar andere Methoden, die deutlich harmloser sind. Viele Düngemittel verändern zum Beispiel durch eine chemische Reaktion im Boden den pH-Wert oder haben durch chemische Umwandlungsprozesse eine direkte herbizide Wirkung.

Im Rasen lassen sich zum Beispiel durch Kalkgaben Moose bekämpfen, indem so der pH-Wert heraufgesetzt wird, während man mit ammoniakhaltigen Stickstoffdüngern, Bittersalz oder Eisensulfat Klee im Rasen vernichten kann, indem der pH-Wert deutlich herabsetzt wird und man zeitgleich Stickstoff, Magnesium, Schwefel oder Eisen düngt.

Zur Beetvorbereitung kann man die Stickstoffanreicherung im Boden mit der Vernichtung von Schädlingen und Unkraut-Keimlingen kombinieren, indem man einigen Zeit vor der Aussaat oder Pflanzung Kalkstickstoff ausbringt oder einarbeitet. ...mehr dazu hier

Wichtig zu beachten!

Bevor Sie düngen, oder Dünger als pH-Wertsenker verwenden, sollten Sie zuvor erst feststellen, ob die durch die Dünger gelieferten Nährstoffe auch wirklich benötigt werden und wie der pH-Wert Status im Boden überhaupt ist. Wählen Sie zum pH-Wertsenken also besser die Dünger, deren Nährstoffe ohnehin nachgedüngt werden sollten und lesen Sie unter pH-Wert nach. Denn sonst kann es leicht zu einer Überdüngung oder Übersäuerung des Bodens kommen, oder schlimmer noch, zu Verbrennungen durch zu viel Kalk. Sie sollten den pH-Wert nicht zu drastisch senken, sondern in Maßen und langsam. Verwenden Sie dazu auch keine Säuren, auch nicht Essig, denn die Reaktion ist viel zu stark.

Lesen Sie dazu auch bitte erst unter pH-Wert und den einzelnen Düngerarten nach, wie, wann und in welchen Mengen Sie diese Ausbringen sollten. Einige Dünger haben zudem für Mensch und Tier eine gewisse Giftigkeit (Kalkstickstoff) und sollten entsprechend vorsichtig verwendet werden.

Unkrautvernichtungsmittel

Der Einsatz von Herbiziden ist umstritten, da viele Unkrautvernichter neben Tieren, Haustieren und Kulturpflanzen auch für den Menschen schädlich und gefährlich sein können. Das betrifft nicht allein eine unsachgemäße Anwendung, auch das Bodenleben und der Zustand des Bodens und dessen Fruchtbarkeit werden beeinträchtigt.

Zudem wird der Einsatz chemischer Mittel durch die Biologische Bundesanstalt stark kontrolliert und immer weiter eingeschränkt. So ist es z.B. durch das Pflanzenschutzgesetz verboten, Herbizide auf Wegen, Bürgersteigen und Einfahrten oder Hofflächen zu verwenden. Die Strafen gehen hoch bis zu 50.000 Euro.

Wirkungsweise von Herbiziden / Unkrautvernichtungsmittel

Generell ist zu unterscheiden zwischen Selektiven Herbiziden und Totalherbiziden. Selektive Mittel, wie z.B. Banvell M erfassen nur zweikeimblättrige Pflanzen, nicht aber Gräser oder andere Einkeimblättrige. Breitband oder Totalherbizide vernichten hingegen alles, was von ihnen getroffen wird. Der weltweit am meisten verwendete Wirkstoff von Herbiziden ist Glyphosat. Es hemmt die Bildung bestimmter pflanzlicher Aminosäuren. Bislang als Wunderwaffe gehandelt bilden sich aber vor allem in den USA durch maßloses Übertreiben beim Einsatz dieses Mittels mehr und mehr Resistenzen. Zudem umstritten ist, inwieweit Glyphosat ins Grundwasser gerät, Missbildungen bei Embryonen auslösen kann oder krebserregend ist. Die Landwirtschaft benutzt es zudem, um Getreide damit vor der Ernte abzuspritzen (Sikkation), damit es gleichmäßig reift bzw. abstirbt.

Andere Herbizide hemmen den Photosynthese-Prozess, ohne den die Pflanzen keinen Zucker bzw. Kohlehydrate mehr bilden können. Wuchsstoffherbizide hingegen beschleunigen das Wachstum von Pflanzen, so dass diese sich totwachsen und Nährstoffmangel eingehen.

Die meisten Unkrautvernichtungsmittel wirken über die Blätter und alle grünen Pflanzenteile, da sie das Chlorophyll (Blattgrün) angreifen. Nur einige wenige wirken über die Wurzeln.

In beiden Fällen ist immer peinlichst darauf zu achten, dass keine Kulturpflanzen oder gar Tiere das Mittel abbekommen, da die Unkrautvernichtungsmittel nicht unterscheiden zwischen Kulturpflanze oder Unkraut. In dichter bewachsenen Beeten sollten Sie die Anwendung entweder unterlassen oder einen Spritzschirm verwenden, und auch das nur dann, wenn die Kulturpflanzen so hoch und das Unkraut so klein ist, dass Sie sichergehen können, dass keine grünen Pflanzenteile der Kulturpflanzen getroffen werden. Sie können auch Abschirmungen aus Pappe oder Blechen verwenden.

Neben dem breitflächigen Ausbringen von chemischen Herbiziden auf großen Flächen, besteht die Möglichkeit, die Unkräuter direkt mit einer konzentrierteren Lösung zu bestreichen. Dazu gibt es in den Baumärkten und Gartencentern entsprechende Geräte und Mittel.

Sicherheit beim Einsatz von Herbiziden

Das wichtigste beim Verwenden von Pflanzenschutzmitteln, ist das Lesen des Beipackzettels. Er gibt u.a. wichtige Informationen darüber, welche Schutzmaßnahmen man bei der Ausbringung ergreifen soll, welche Dosis wie und wo angewendet wird und was bei Unfällen mit dem Mittel zu tun ist.

Grundsätzlich sollten Sie keine Pflanzenschutzmittel ohne die folgenden Schutzmaßnahmen einsetzen:

Tragen oder verwenden Sie...

  1. ein Paar Gummistiefel
  2. langärmelige Kleidung oder dicke Jacken
  3. Handschuhe, vorzugsweise aus Gummi
  4. Eventuell auch eine Maske oder einen Gesichtsschutz
  5. Eine Spritze mit Spritzschirm, um Abdrift zu vermeiden

Spritzten Sie zudem nie bei Wind, sondern nur am Windstillen Tagen, um Abdrift zu vermeiden, und achten Sie darauf, keine Kulturpflanzen zu treffen. Spritzen Sie ebenfalls nicht an zu heißten, sonnigen Tagen und auch nicht an regnerischen Tagen, da bei zu heißem Wetter die Mittel zu schnell verdunsten und bei Regen abgewaschen werden, bevor sie in die Pflanzen eindringen können. Die Einwirkzeit ist Abhängig vom Mittel und dessen Wirkstoffen. Meist dauert es zwei bis sechs Stunden, um einzuwirken.

Essig oder Salz - sind verboten und sehr schädlich

Salz oder Essig oder Essigreiniger sind gewiss wirksame Mittel, jedoch auch das dümmste, was man im Garten tun kann, denn damit versaut man sich gründlich den Boden – und das über Jahre. Ein versalzter Boden ist über lange Zeit vollkommen unfruchtbar. Essig dagegen macht den Boden langfristig so sauer, dass ebenfalls nichts mehr wachsen kann. Das gesamte Bodenleben stirbt ab. Aber auch auf Wegen ist von der Benutzung abzuraten. Nicht nur ist es gesetzlich verboten, es hat auch seinen Grund. Essig und Salz geraten ins Grundwasser oder in die Kanalisation und schaden dort im hohen Maße. Trinkwasser wird konterminiert oder die mit Bakterien und andere Mikroorganismen arbeitenden Klärwerke geschädigt, weil Salz und Essigsäure diese Lebewesen abtöten, und den Reinigungsprozess dadurch zunichtemachen.

Sobald man Essigreiniger oder Salz gegen Unkraut einsetzt, fallen diese Mittel ebenfalls unter das Pflanzenschutzgesetz und auch hier drohen dem Anwender Bußgelder von bis zu 50 000 Euro.

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